plate with 2 "Amerikaner" (German cookies) on it

Amerikaner


Vokabeln – Definition

  • Kindheitserinnerung, die – Erinnerung an Personen, Ereignisse, die mit der eigenen Kindheit verbunden sind
  • Abwandlung, die – die Variation, die Änderung, die Umformung
  • Oberfläche, die – Flächen, die einen Körper von außen begrenzen


Amerikaner sind süße Teilchen, die in mir Kindheitserinnerungen wachrufen. Sie sind ein begehrtes Gebäck auf Kindergeburtstagen und anderen Kinderfesten, denn sie sind super schnell gemacht und können mit Smarties oder bunter Glasur verziert werden.
Durch einen relativ hohen Anteil an Backpulver sind sie sehr fluffig. In einigen Rezepten wir statt Backpulver Hirschhornsalz (Ammoniumhydrogencarbonat) verwendet und der Name “Amerikaner” ist vielleicht eine Abwandlung dieses Wortes, allerdings ist die Herkunft der Bezeichnung unklar .
Das hier ist das Rezept meiner Tante und ich mag die Zitronenglasur am besten als Kontrast zu dem süßen Boden.

Advertisements

REZEPT

Zutaten

butter with a knife sticking in it 100g / 110ml Butter
cubes of sugar 100g / 110ml Zucker
2 eggs 2 Eier
salt etwas Salz
icon of a pudding spoon 4 EL Vanillepuddingpulver
bag of flour 250g / 400ml Mehl
spoon 3 TL Backpulver
bottle of milk etwas Milch
lemon Zitronensaft
spoon of icing sugar Puderzucker

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 200 Grad Celsius (390 Fahrenheit) vorheizen.
  2. Weiche Butter, Zucker, Eier und eine Prise Salz miteinander verrühren.
  3. Puddingpulver, Mehl und Backpulver dazugeben und zu einem weichen Teig verrühren. Der Teig sollte weich aber nicht zu flüssig sein, damit der Teig nicht auf dem Backblech zerfließt.
  4. Mit 2 Esslöffeln ungefähr 16 kleine Haufen auf ein gefettetes Backblech geben und ein bischen andrücken, so dass ein flacher Taler entsteht, der in der Mitte höher ist.
  5. Die Amerikaner zuerst 10 Minuten backen, dann die Oberflächen mit Milch bestreichen, und im Ofen weitere 5-10 Minuten backen.
  6. Wenn die Amerikaner abgekühlt sind, die Unterseite mit einem Guß aus Puderzucker und Zitronensaft bestreichen.

Icons made by Freepik and Smashicons from www.flaticon.com

Advertisements

Fastnachtsleckereien

Follow Us on Social Media:

Helau! alle miteinander, es ist heute Rosenmontag (oder schon Fastnachtsdienstag, je nachdem wo ihr gerade seid). Dieses Jahr fallen die Faschingsumzüge ja leider aus, aber ein bischen deutsche Fastnachtsstimmung kann man auch zu Hause kreieren, am besten mit ein paar typischen Fastnachtsleckereien. Allerdings muss man die meisten davon in der Fritteuse frittieren, und da ich mich ohne gute Fritteuse an das Frittieren nicht rantraue, geb ich euch einfach ein paar links zu Rezepten auf den Weg, die andere Leute aufgeschrieben und ausprobiert haben.

Damit euch diese deutschen Rezepte ein bischen leichter fallen, hier ein paar wichtige Vokabeln schnell erklärt:

Fastnacht = Fasching = Karneval = fünfte Jahreszeit

Helau – Verbreiter Fastnachtsgruß in Rheinland-Pfalz von Koblenz & Mainz bis nach Trier 

Alaaf – Fastnachtsgruß im Rheinland, z.B. in Köln

Ahoi – Fastnachtsgruß in Norddeutschland aber auch in Teilen von Bayern und Baden

Da wo ich herkomme gibt es zu Fastnacht “Mäuschen”, das sind kleine Bällchen aus einem Öl-Quark-Teig, hier ist ein leckeres Rezept:

Und hier ein paar Vokabeln, die ihr vielleicht noch nicht kennt, um das Rezept selbst auszuprobieren:

Natron, das – kristallines Natriumsalz der Kohlensäure, das in Backpulver verwendet wird

frittieren – in heißem Fett schwimmend garen

Quark, der – aus saurer Milch hergestelltes, weißes, breiiges Nahrungsmittel

Küchenkrepp, das – Haushaltspapier

Im Rheinland gibt es auch Frittiertes, allerdings in Rautenform:

Und hier ein paar Vokabeln zum Verstehen:

rautenförmig – die Form eines Karrees, Viereck aufweisend

Teigrädchen, das – kleines, mit einem Stiel verbundenes Rädchen, mit dessen Hilfe ausgerollter Teig geschnitten werden kann

Schaumkelle, die – siebartig durchlöcherter großer Löffel 

Berliner, auch manchmal Pfannkuchen genannt, gibt es zu Fastnacht an jeder Ecke. Und falls ihr lieber nicht frittieren wollt, hier ein Rezept für Berliner aus dem Backofen:

Und hier ein paar Vokabeln zum Verstehen:

Kuhle, die – muldenartige Vertiefung

Wulst, die – dickeres, wurstförmiges Gebilde

Spritztülle, die – konische Tüte aus Gewebe, Plastik oder Papier zum Portionieren von z.B. Schlagsahne

Advertisements
Slice of German apple crumble cake (Apfelstreuselkuchen) on a plate

Apfelstreuselkuchen


Vokabeln – Definition

  • Mürbeteig, der – Kuchenteig aus Zucker, Fett, Eiern, und Mehl
  • knusprig (adj.) – frisch gebacken mit harter Kruste
  • Streusel, der oder das – aus Butter, Zucker und Mehl bestehendes Klümpchen zum Bestreuen von Kuchen


Text

Apfelstreuselkuchen, ein Klassiker unter den deutschen Kuchen! Die Basis ist ein einfacher Mürbeteig, der mit einer leckeren Apfel-Zimt-Füllung belegt ist. Knusprige Streusel machen den Kuchen komplett. 

Advertisements

Recipe

Zutaten

Mürbeteig:
bag of flour 400ml/211g Weizenmehl
spoon 2 TL Backpulver
cubes of sugar 120ml/100g Zucker
vanillacubes of sugar 2 TL Vanillezucker
salt 1 Prise Salz
2 eggs 1 Ei
butter with a knife sticking in it 150ml/140g Butter (zimmerwarm)

Füllung:
apple icon 7 Äpfel
cubes of sugar 90ml/75g Zucker
2 sticks of cinnamon 1 TL Zimt
butter with a knife sticking in it 20ml/g Butter
lemon with a slice of lemon 1 TL Zitronensaft

Teig für die Streusel:
butter with a knife sticking in it 90ml/85ml Butter (zimmerwarm)
cubes of sugar 100ml/85g Zucker
vanillacubes of sugar 2 TL Vanillezucker
bag of flour 300ml/152g Mehl

Zubereitung

  1. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und dann den Zucker, das Ei, die Butter und das Salz hinzufügen un zu einem Teig kneten oder mit einem Mixer mit Knethaken verarbeiten. Eine runde Backform (ca. 26 cm Durchmesser), am Besten eine Springform, einfetten und den Teig auf dem Boden verteilen. Einen Rand von mindestens 2 cm Höhe bilden. 
  2. Die Äpfel schälen und waschen. Kerngehäuse entfernen und würfeln. Mit der Butter in einen Topf geben. Zucker und Zimt hinzufügen und 15 Minuten köcheln lassen.
  3. Für den Streuselteig die Zutaten mischen und zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Streusel verschiedener Größe formen (bis zu 1 cm Durchmesser).
  4. Erst die Apfelmischung auf dem Kuchenboden verteilen und dann die Streusel gleichmäßig darüber verteilen.
  5. Den Backofen auf 200 Grad Celsius (390 Fahrenheit) vorheizen und den Kuchen ca. 50 Minuten backen

Icons made by Freepik and Smashicons from www.flaticon.com

Advertisements

Berlin Heaven (Berliner Himmelreich) yeast dumplings with stewed dried fruit on a plate

Berliner Himmelreich


Vokabeln – Definition

  • Himmelreich, das – das Paradies, der Himmel
  • schmelzen (v) – durch Wärme flüssig machen
  • glatt (adj.) – ohne sichtbare, spürbare Unebenheiten


Text

Gibt es einen besseren Namen für ein Gericht als “Berliner Himmelreich”? Das Gericht besteht aus luftigen Hefeklößen und gekochtem Backobst und ist damit eines der recht häufigen süßen Hauptgerichte der deutschen Küche. Das Essen ist einfache Hausmannskost, das man gut mit vorhandenen Vorräten zubereiten kann. Auf einem Foto kommt dieses Gericht vielleicht nicht am Besten raus, aber ich kann euch versichern, dass es ganz hervorragend schmeckt. Und falls ihr euch nicht an die Idee gewöhnen könnt etwas Süßes als Hauptgericht zu essen, könnt ihr das Himmelreich auch einfach als Nachtisch servieren. Das “Berliner Himmelreich” ist nah mit dem “Schlesischem Himmelreich verwandt. Das “Schlesische Himmelreich” verwendet aber Kartoffelklöße und hat mit geräuchertem Schweinebauch auch noch eine herzhafte Komponente.

Advertisements

Rezept

Zutatenframed picture
250g Backobst (Mix aus z.B. getrockneten Pflaumen, Aprikosen, Äpfeln)
Wasser zum Einweichen
1-2 EL Zucker
1 Stange Zimt
1 TL Speisestärke
500g/900ml Mehl
14g/4tsp Trockenhefe
50g/53 ml Zucker
50g/52 ml Butter
1/4 L Milch
1 Ei
1 Prise Salz
50g/52 ml Butter
2 EL grobe Semmelbrösel













Zubereitung

  1. Das Backobst mit Wasser abbrausen. In eine Schüssel legen und mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen.
  2. Am nächsten Tag das Mehl in eine andere, große Schüssel sieben und eine Mulde in der Mitte formen. Die Trockenhefe und geschmolzene Butter in die lauwarme Milch geben und einen Löffel Zucker hinzufügen. Diese Mischung in die Mulde geben und ein wenig Mehl drüber streuen. An einem warmen Ort stehen lasse, bis die Mischung zu blubbern anfängt (nach 5-10 Minuten).
  3. Das Ei hinzufügen und das Ganze zu einem glatten Teig verkneten bis er nicht mehr in der Schüssel kleben bleibt. Den Teig in 8 gleichgroße Stücke teilen und zu runden Bällen kneten. An einem warmen Ort zugedeckt 20 Minuten gehen lassen.
  4. In einem breiten Topf eine große Menge Wasser zum Kochen bringen und dann die Klöße hineingeben. Den Deckel auf den Topf legen un die Klöße bei geringer Hitze etwa 20 Minuten garen lassen.
  5. In der Zwischenzeit das Backobst mitsamt der Flüssigkeit in einen Topf geben. Die Zimtstange und den Zucker hinzufügen und kochen bis das Obst leicht zerfällt. Die Zimtstange entfernen. Die Speisestärke in etwas Wasser auflösen und kurz mit dem Backobst aufkochen.
  6. Die restliche Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen und die Semmelbrösel goldbraun anbraten.
  7. Die gekochten Klöße mit dem gekochten Backobst servieren und die Semmelbrösel darüber geben.

Icons made by Freepik, monkik, Vitaly Gorbachev and Smashicons from www.flaticon.com

Advertisements

Gingerbread house with white frosting decoration

Pfefferkuchendekorationen

Nach den weichen, saftigen Elisenlebkuchen, jetzt noch ein Rezept für den härteren Pfefferkuchen. Aus dieser Art von Lebkuchen kann man ganz wunderbar alles Mögliche an Weihnachtsdekorationen basteln. Von Weihnachtsbaumschmuck bis zum kleinen Hexenhäuschen könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen.

Advertisements
Zutatenframed picture
340g/230ml Rübensirup
120g/140ml Zucker
100g/100ml Butter
500g/950ml Mehl
4 TL Ingwerpulver
4 TL Zimtpulver
1 TL Nelkenpulver
1 TL Anispulver
1 Prise Pfeffer
1 Prise Salz
2 Prisen Hirschhornsalz
1 Ei
30 ml Wasser
Puderzucker













Zubereitung

1. Den Rübensirup mit der Butter und dem Zucker in einem Topf erhitzen bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Hirschhornsalz in der Sirupmasse auflösen und die Sirupmasse dann abkühlen lassen.

2. Das Mehl sieben und mit den Gewürzen (Ingwer, Zimt, Nelke, Anis, Pfeffer) und dem Salz mischen. Dann die abgekühlte Sirupmasse und das Ei dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Falls nötig etwas Wasser dazugeben. Den Teig über Nacht kalt stellen.

3. Den Backofen auf 175 Grad Celsius (350 Fahrenheit) vorheizen

4. Den Teig 1/2 cm hoch ausrollen. Für die Weihnachtsbaumdekorationen diverse Formen, zum Beispiel Sterne und Herzen, ausstechen. Mit einem hölzernen Zahnstocher den Pfefferkuchen durchstechen und den Zahnstocher beim Backen stecken lassen (dadurch bleibt eine Öffnung zum Aufhängen offen). Wenn ihr ein Pfefferkuchenhaus basteln wollt, dann erst aus Papier Schablonen für die Wände und das Dach ausschneiden und dann alles Baumaterial aus dem Teig schneiden. Alle Teile auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen 18 Minuten backen

5. Den Puderzucker mit etwas Wasser (oder alternativ Kokosmilch, damit die Glasur nicht zu durchsichtig wird) zu einem dicken Brei vermischen. Die Pfefferkuchen damit nach Belieben dekorieren. Um das Pfefferkuchenhaus stabil zusammenzubauen eventuell einen dicken Zuckersirup verwenden.

Icons made by Freepik and smashicons from www.flaticon.com

Advertisements
4 soft German gingerbread cookies on a plate (Elisenlebkuchen)

Elisenlebkuchen

Elisenlebkuchen sind ganz anders als die härteren Lebkuchen, die man auch im englischsprachigen Raum kennt. Durch die Eischneemasse (und mal wieder sind die Armmuskeln gefragt, falls man keinen elektrischen Schneebesen besitzt) und den hohen Nussanteil bleiben die Lebkuchen schön weich. Traditionell werden Elisenlebkuchen auf essbaren Oblaten gebacken. Ich habe in Kanada nirgendwo welchen finden können und sie schmecken auch ohne die Oblatenschicht gut. 

Advertisements
Zutatenframed picture
100g/250ml gehackte Mandeln
60g/150ml Zitronat und Orangeat
2 Eier
125g/150ml Zucker
125g/240ml Mehl
1 Messerspitze weißer Pfeffer
1 TL gemahlener Kardamom
1 Messerspitze Hirschhornsalz
3 TL Zimtpulver
2 TL Nelkenpulver
1 TL abgeriebene, unbehandelte Zitronenschale
10 runde Oblaten (wahlweise), ca. 8 cm Durchmesser
4 EL Puderzucker und/oder Kuvertüre












Zubereitung

  1. Die gehackten Mandeln auf einem Blech verteilen und in einem vorgeheizten Ofen (200 Grad Celsius, 390 Fahrenheit) 7 Minuten goldbraun rösten. Das Zitronat und Orangeat fein hacken.
  2. Die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Den Zucker zu den Eigelben geben und cremig rühren. Den Eischnee vorsichtig unter die Eigelbmasse heben und 5 Minuten weiterschlagen.
  3. Die Gewürze mit dem Mehl vermischen und abwechselnd löffelweise mit den Mandeln, dem Zitronat und Orangeat unter die Masse heben.
  4. Zuckgedeckt über Nacht kühl stellen.
  5. Ofen auf 175 Grad Celsius (350 Fahrenheit) vorheizen. Lebkuchenteig mit einem in warmem Wasser vorgewärmten Messer auf die Oblaten streichen, oder runde Fladen von 8 cm Durchmesser auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech formen.
  6. Im Ofen etwa 15 Minuten backen.
  7. Den Puderzucker mit 2 EL Wasser verrühren und die Lebkuchen damit noch heiß glasieren. Alternativ die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die Lebkuchen damit bestreichen.

Icons made by Freepik and Smashicons from www.flaticon.com