Shredded red cabbage, a halved apple and a clove-studded onion half

Rotkohl traditionell


VOKABELN

  • hacken (v) – klein machen, mit dem Beil/Messer zerkleinern
  • glasig (adj.) – eine matt glänzende Durchsichtigkeit aufweisend
  • bekannt (adj.) – von vielen gekannt/gewusst – Synonym: anerkannt, weit verbreitet, geläufig


Diesmal war ich zu Weihnachten in Nordamerika und nicht in Deutschland. Deshalb musste ich diesmal meinen eigenen traditionellen Rotkohl kochen. Rotkohl ist einfach ein Muss neben dem (in meinem Fall vegetarischen) Braten am Weihnachtstag. Und hier ist das Resultat, eine Kombination aus Rezepten die ich im Internet gefunden habe (eine meiner Inspirationen: https://emmikochteinfach.de/klassischer-rotkohl-ganz-einfach/) und meinem eigenen Geschmacksgedächtnis. Für mich sind Äpfel und Gewürze die wichtigsten Bestandteile.

Der Rotkohl hat übrigens regional ganz viele verschiedene Namen. Mal wieder verwende ich eher die norddeutsche Variante “Rotkohl”, wohingegen weiter südlicher die Bezeichnungen “Rotkraut” oder “Blaukraut” üblich sind. Im Schweizer Hochdeutsch wird er wohl “Blau- oder Rotchabis” genannt, das habe ich aber auch erst durch Wikipedia erfahren. Bei der Bezeichnung “Blaukraut” fällt mir dann auch gleich der schöne, unsinnige Zungenbrecher “Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid” ein. Diesen Zungenbrecher kriege ich selbst langsam gesprochen kaum hin. Kennt ihr noch andere Zungenbrecher? Der bekannteste deutsche Zungenbrecher ist vermutlich “Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische fischt Fischers Fritz.” Dieser Zungenbrecher ist auch einen schöne Illustration wie frei die Wortfolge im Deutschen ist, denn trotz einer völlig neuen Wortanordnung bedeuten beide Satzteile genau das Gleiche. 

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Zutatenframed picture
1/2 großer oder 1 kleiner Kopf Rotkohl
1/2 Zwiebel fein gehackt
1 Apfel klein gewürfelt
50 ml Butter (oder traditionell Gänseschmalz)
2 EL Zucker
2 EL+ Balsamico Essig
1 Zwiebel mit Nelken bespickt
1 Lorbeerblatt
300 ml Wasser








Zubereitung

1. Den Rotkohl teilen und in dünne Streifen schneiden. Die Zwiebel fein hacken, den Apfel entkernen und in kleine Stücke schneiden

2. Butter in einem Topf zerlassen und die fein gehackte Zwiebel und die Apfelstückchen darin andünsten bis die Zwiebel glasig ist. Den Zucker hinzufügen und eine Minute mitdünsten.

3. Den Rotkohl hinzufügen und mit 2EL Balsamico Essig ablöschen. Das Ganze mit 300ml Wasser auffüllen und die mit Nelken bespickte Zwiebel und das Lorbeerblatt dazugeben.

4. Den Rotkohl zugedeckt ungefähr eine Stunde köcheln lassen, bis er die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Mit noch mehr Essig, Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

5. Die bespickte Zwiebel und das Lorbeerblatt vor dem Servieren herausfischen.

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Loaf of almond stollen (Mandelstollen)

Mandelstollen

Jetzt ist noch gerade der richtige Zeitpunkt um Stollen für Weihnachten zu backen. Nach dem Quarkstollenrezept meiner Oma, hier ein Mandelstollenrezept, das mir meine Tante geschickt hat. Ich habe es nur leicht variiert, bei mir kommt noch eine Stange Marzipan in die Mitte, denn so mag ich Stollen am liebsten.

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Zutatenframed picture
200ml Milch
1 Würfel Frischhefe oder 14g/4TL Trockenhefe
500g/1200ml Mehl
150g Zucker
1 Prise Salz
200g/210ml weiche Butter
1 Ei
200g/500ml geschälte gerieben Mandeln
2 EL Amaretto-Likör oder Mandelextrakt
80g/84ml Marzipanmasse


Nach dem Backen:
50g (ca. 52ml) zerlassene Butter
50g (ca. 94ml) Puderzucker zum bestreichen und bestreuen 














Zubereitung

  1. Die Milch leicht erwärmen, die Hefe hineinbröckeln (Frischhefe) oder hineinstreuen (Trockenhefe). Vom Mehl 2 EL, vom Zucker 1 EL, abnehmen und in die Milch rühren. Die Mischung etwa 20 Minuten stehen lassen.
  2. Mehl, Zucker und Salz in einer Rührschüssel mischen. Butter, Ei, Mandeln, Likör (oder Mandelextrakt) und Hefemischung dazugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.
  3. Den Teig an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.
  4. Backofen auf 250 Grad Celsius (482 Fahrenheit) vorheizen.
  5. Den Teig zu einem länglichen Fladen ausrollen. Die Marzipanmasse zu einer dünnen länglichen Stange ausrollen. Auf den Fladen legen und den Fladen der Länge nach übereinanderklappen, so dass das Marzipan einen Stab in der Mitte formt.
  6. Den Stollen auf ein mit Backpapier ausgelegtes oder eingefettetes Backblech legen und in den Ofen schieben. Temperatur auf 180 Grad Celsius (356 Fahrenheit) zurückschalten und den Mandelstollen etwa 50 Minuten backen.
  7. Den heißen Stollen mit zerlassener Butter bepinseln und dann mit Puderzucker bestreuen. Wiederholen bis beides aufgebraucht ist.

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Loaf of German quark stollen (Quarkstollen) a variety of German christmas stollen a sweet bread/cake

Omas Quarkstollen


Vokabeln – Definition

  • ruhen (v) – im Stillstand sein
  • Orangeat, das & Zitronat, das – kandierte Orangenschale und Zitronatzitronenschale zum Backen
  • glatt (adj) – ohne sichtbare, spürbare Unebenheiten

Text

Stollen (der Stollen oder die Stolle) ist ein typisch deutsches Weihnachtsgebäck. Es gibt ihn in vielen verschiedene Sorten mit Rosinen, Orangeat und Zitronat, Mohn, Mandeln, Nüssen, mit Marzipanfüllung oder mit Quark. Das wunderbare Rezept meiner Großmutter enthält Rosinen, Zitronat, Mandeln und Quark und ist für mich das beste Stollenrezept. Und gerade jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt zum Stollenbacken, um dann an Weihnachten Stollen zu essen. Denn Stollen schmeckt am Besten nachdem er eine Weile, mindestens eine Woche, vorzugsweise mehrere Wochen, geruht hat.

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Rezept

Zutaten

bag of flour 500g (ca. 1200ml) Weizenmehl 
spoon 1 Päckchen (ca. 17ml) Backpulver 
sugar cubes 200g (ca. 235ml) Zucker
vanillasugar cubes 1 Päckchen (ca. 10ml) Vanillezucker
1 Prise Salz
2 almondsbottle of sunflower oil 4 Tropfen Backöl Bittermandel (oder Mandelaroma)
bottle of rumbottle of sunflower oil 2 EL Backöl Rumaroma
lemonbottle of sunflower oil 4 Tr. Backöl Zitrone
2 bags of spices 2 Messerspitzen Lebkuchengewürz (Zimt, Nelke, Piment, Muskatnuss, Kardamom, Ingwer, Anis)
2 eggs 2 Eier
butter 175g (ca. 180ml) Butter 
cup of yoghurt 250g Quark
3 raisins 250g (ca. 372ml) Rosinen
2 almonds 125-150g (ca. 350ml) Mandeln (gemahlen oder gehackt)
lemon with a slice of lemon 50-100g Zitronat

Nach dem Backen:
butter with a knife sticking in it 50g (ca. 52ml) zerlassene Butter
spoon of icing sugar 50g (ca. 94ml) Puderzucker zum bestreichen und bestreuen 

Zubereitung

  1. Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Salz, Gewürze und Eier miteinander vermischen. Dann Butter, Quark, Rosinen, Mandeln und Zitronat hinzugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Sollte der Teig kleben, noch etwas Mehl dazugeben. 
  2. Den Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. 
  3. Teig zu einem Stollen formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen. Den Stollen im mittleren Teil des Ofens 50-60 Minuten backen.
  4. Sofort nach dem Backen mit flüssiger Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben.

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German vanilla crescents (Vanillekipferl) dusted with icing sugar on a baking tray

Vanillekipferl

Vanillekipferl sind ein traditionelles, weit verbreitetes und beliebtes Weihnachtsgebäck. Im Vergleich zu den Zimtsternen gestern sind sie typische Plätzchen mit viel Butter, Zucker und Weizenmehl und daher auch so unwiderstehlich gut. Aus praktischen Erwägungen kommen sie gleich nach den Zimtsternen hier im Blog vor, denn man kann die zwei Rezepte am Besten am gleichen Tag backen. Warum? Zimtsterne bereitet man mit Eiweiß zu und Vanillekipferl mit Eigelb und ich habe die Rezepte so geschrieben, dass ihr für beide Rezepte zusammen genau zwei Eier braucht. Ich wünsche euch ein frohes Backen!

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Zutatenframed picture
210g Butter
2 Eigelb
70g/84ml Zucker
1/2 TL Vanilleextract
40g/98ml geriebene Mandeln
280g/580ml Mehl
150g/280ml Puderzucker
16g/18ml Vanillezucker







Zubereitung

  1. Butter, Eigelb, Zucker und Vanillearoma zusammen schaumig rühren.
  2. Geriebene Mandeln und Mehl hinzufügen und zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  3. Den Teig 2-3 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
  4. Den Backofen auf 175 Grad Celsius (350 Fahrenheit) vorheizen.
  5. In der Zwischenzeit den Teig zu kleinen Hörnchen formen und dann im Backofen 10-15 Minuten backen.
  6. Die Vanillekipferl aus dem Ofen nehmen und sofort in einer Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker wälzen. Fertig!

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German potato pancakes (Kartoffelpuffer) in a pan

Kartoffelpuffer


VOKABELN

  • überschüssig (adj) – über den eigentlichen Bedarf hinausgehend
  • Gericht, das – Speise, als Mahlzeit
  • Prise, die – kleine Menge einer pulverigen Substanz (die man zwischen zwei Fingern fassen kann)


Vor einer Weile habe ich euch ja schon das Rezept für Apfelkompott vorgestellt und der wird zu so einigen Hauptgerichten serviert, zum Beispiel zu Pfannkuchen, Kartoffelklößen oder auch Kartoffelpuffern, die ich euch hier vorstelle. Kartoffelpuffer sind kleine Fladen aus geriebenen Kartoffeln und kommen auch in vielen anderen Küchen vor. Latkes, Rösti, hash browns etc. sind alle vom Konzept her sehr ähnlich. Und in der deutschen Küche werden sie oft mit Apfelmus oder Apfelkompott serviert. Süß und salzig sind halt eine gute Kombination. 

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Und wie ihr schon bei anderen Gerichten festgestellt habt,  hat auch der Kartoffelpuffer regional oft andere Namen, z.B. Reibekuchen, Reiberdatschi, Erdäpfelpuffer, Kartoffelpfannkuchen oder Grumberschnietscher. Auf Wikipedia findet ihr eine ganze Liste von Bezeichnungen mit der zugehörigen Region. 

Zutatenframed picture
1kg Kartoffeln (mehlig-festkochend)
3 Eier
2-3 EL Mehl oder Kartoffelstärke
Salz
Butter oder Öl


salt shaker

Zubereitung

1. Die Kartoffeln schälen und mit einer Kartoffelreibe fein reiben.

2. Für ein paar Minuten in ein feinmaschiges Sieb geben so dass die überschüssige Flüssigkeit ablaufen kann. 

3. Die Kartoffeln mit den Eiern, dem Mehl und einer Prise Salz verrühren.

4. Die Butter oder das Öl in einer Pfanne heiß werden lassen und die Kartoffelmasse löffelweise hineingeben und runde Fladen formen. 

5. Die Temperatur heruntersetzen und die Kartoffelpuffer von beiden Seiten knusprig anbraten bis sie goldbraun sind. 

6. Direkt mit Apfelkompott oder -mus servieren.

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View of the German Black Forest from a mountain

Spätzle!

Im Süden von Deutschland findet man die schwäbische (oder auch alemannische) Teigware Spätzle, die inzwischen weit über die Grenzen Deutschlands bekannt ist. Spätzle sind sehr gehaltvoll, vor allem weil sie meistens mit geriebenem Bergkäse und Röstzwiebeln serviert werden. Aber was gibt es Besseres als einen Teller Käsespätzle, in einer Hütte, nachdem man den Feldberg im Schwarzwald erwandert hat? 

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Ich habe einen guten Freund nach einem Rezept für Spätzle gefragt. Seine Antwort: “Mehl , Eier (so viele wie das Mehl schluckt) und eine Prise Salz miteinander zu einem feuchten aber zähen Teig vermengen. Den Teig dann ins kochende Wasser schaben und rausholen sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen.”

Und er hat auch noch diese Youtube-Video geschickt, in dem eine schwäbische Großmutter die Prozedur im schönsten Dialekt anschaulich erklärt. 

Spätzlezubereitung

Kurze Beschreibung: In dem Video wird gezeigt wie der Teig auf einem Brettchen dünn verstrichen wird und dann mit einem Schaber oder Messer ins kochende Wasser geschabt wird.

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